Zweitens ist eigentlich klar, wie es funktioniert.
Mein Kopf kann zweitens immer prima – zweitens würde ich dann das tun, dies sagen, und generell wird mein Leben unheimlich großartig, wenn der erste Schritt funktioniert hat. Manchmal verheddere ich mich so im Zweitens, dass ich vollends vergesse, dass ein Erstens erstmal abgesegnet sein muss, und wie das so ist, oft scheitert es schon daran und dann stehe ich da, und wiege das Zweitens und was davon übrig ist, bedauernd in der Hand.
Zweitens ist immer das, wonach man schaut, was einen erwartet, das ganze Dasein ist zweitens. Der Duden nennt es träumen, vorstellen, sich ausmalen, und kennt noch tausend andere euphemistische Begriffe. Zweitens ist oft nicht das, was klappt, und wenn es klappt, wird das Zweitens zum Erstens und alles fängt von vorn an, weil Menschen nicht dazu konzipiert sind, zu sehen, was eigentlich mal war und was seitdem passiert ist, denn was hinter einem liegt, kann zu nichts gut sein. Wo kämen wir denn da hin, wenn es kein Erstens mehr gäbe – keine Motivation, keinen Antrieb, keinen Grund, sich aus dem faulen, dösigen Dasein loszuarbeiten, in das wir hineingeboren werden.
Erstens ist das alles wahr. Zweitens ist es trotzdem scheiße.
Was bisher geschah:
KW01 | Käsekuchen
KW02 | abseits
KW03 | dunkelblaufastschwarz




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