Just gestern abend im Feedreader gefunden – Anke hat ein Rezept für Karamellbutter gebloggt und ich war so angefixt, dass ich mich sofort in die Küche gestellt habe, um es nachzukochen.
Nochmal zum Mitschreiben – für ein Gläschen Karamellbutter (ich habe ein altes Konservenglas genommen, 200 g Füllmenge) braucht man:
- 200 g normalen Zucker
- 4 Esslöffel Wasser
- 100 g ungesalzene Butter
- ein bis zwei ordentliche Prisen Fleur de Sel (oder anderes Meersalz)
- zwei Esslöffel Mascarpone (oder Ähnliches)
Den Zucker in einen Kochtopf geben und mit dem Wasser bedecken – der Zucker sollte das Wasser komplett aufgenommen haben. Mittlere Hitze reicht völlig aus (bei meinem Winzkochfeld Stufe 3 von 6), um das Gemisch langsam vor sich karamellisieren zu lassen.
Jamie hat es bereits erwähnt, Anke ebenfalls – auf keinen Fall rühren. Wirklich nicht. Ich bin ja gemeinhin erstmal beratungsresistentneugierig und habe natürlich versucht, zu rühren, aber die zähe Masse bleibt sehr unzeremoniell am Löffel kleben. Deswegen: diesmal kann man sich ruhig sklavisch an die Anweisungen halten.
Bei mir lief es erst nicht ganz nach Plan; das Wasser verkochte und der Zucker blieb steinhart am Topfboden zurück. Anmerkung: ich habe vorher noch nie Zucker karamellisiert und habe keine Ahnung, wie das aussehen soll. Und weil ich keine Lust hatte, angebrannten Zucker auszukratzen, schüttete ich vorsichtig schlückchenweise Wasser nach – tada, es brodelte fröhlich auf und wurde schlagartig so goldgelb und appetitlich anzusehen, wie es das Rezept vorgibt. Sehr faszinierend.
Sobald man dann also auf welchem Weg auch immer zu einer hübschen karamellfarbigen (see what I did there?) Pampe gekommen ist, den Topf vom Herd nehmen, Butter und Salz einrühren, und wenn die Butter sich nicht ganz glatt rühren lässt, den Topf ruhig nochmal kurz zurück auf die Platte schieben.
Zum Schluss noch zwei Esslöffeln Mascarpone-Creme unterrühren und das fertige (richtig fies lecker schmeckende und duftende) Gemisch in ausgekochte Gläser abfüllen.
Anke und die anderen Kochdamen verfügen natürlich über richtig gutes Meersalz, wie originales Fleur de Sel oder Ähnliches. Ich habe nur eine kleine Billigmühle mit Meersalz aus einem bekannten Discounter mit Namensverwandschaft zu Zahlungsmitteln. Außerdem hatte ich keine Mascarpone da, sondern nur saure Sahne, die mit 10% Fettgehalt gegenüber den ca. 70% der Mascarpone natürlich kapitulieren muss. Aber auch mit den improvisierten Zutaten schmeckt das Ergebnis ganz hervorragend. Nach einer Nacht im Kühlschrank hat meine Karamellbutter etwa die Konsistenz von Honig. Pur schmeckt sie wie ich mir geschmolzene Werthers vorstelle; das Salz ist nicht direkt zu erkennen, macht aber irgendwas Leckeres darin , das ich nicht beschreiben kann. Vielleicht das nächste Mal mit einer anderen Creme-Komponente und/oder einem Spitzer Zitrone.
Im Kühlschrank hält sich das Kunstwerk vermutlich ein bis zwei Wochen.
Mhhh. Karamellbutter.
Wahrscheinlich werde ich nie wieder kleine Konservengläser wegwerfen und an alle Menschen in meinem Umfeld Karamellbutter verschenken.







Ohh, das muss ich unbedingt mal ausprobieren! *sabber*
Sag amol, kann es sein, dass du beim Abtippen einen kleinen Zahlenlapsus erlitten hast, oder war das Absicht? Bei Anke sind’s noch 200g Zucker bei ansonsten identischer Zubereitung.
… bei mir hat es ja faktisch doch länger als die verkündeten fünf bis zehn Minuten gedauert, bis ich den karamellisierten Zucker verarbeiten konnte.
Oh, ja, sehr schön blöd. Soeben korrigiert.
Ich hoffe, meine werten Blogleser haben alle nochmal bei Anke nachgelesen.
Aber schön, dass ich nicht die einzige bin, deren Zucker etwas karamellisierfaul war.
muah!
Das muss ich unbedingt ausprobieren! Danke für das Rezept.
Was das Salz angeht, da habe ich eine Erklärung (Sorry, ich geb einfach mal meinen Senf dazu):
Salz und Zucker können wie Geschmacksverstärker wirken. In süße Speisen gibt man immer etwas Salz und in eher Herzhaftes etwas Zucker.
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